Innovationforum Smarte Technologien & Systeme

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11. InnovationForum Smarte Technologien & Systeme

TechnologyMountains, Hahn-Schickard und die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg veranstalteten am 14. März 2019 das 11. Innovation Forum für Smarte Technologien & Systeme.

Neue Technologien, Systeme und Verfahren werden unsere Arbeitswelt grundlegend verändern – doch welche Innovationen sind besonders beachtenswert? Darüber berichteten Prof. Dr. Peter Post, Wissenschaftsrat der Bundesregierung und Leiter der Forschung bei Festo, und Olli Liinamaa, Projektmanager für das 5G-Test-Netzwerk der Nokia Group Finnland, beim TechnologyMountains Innovationsforum in Donaueschingen. Damit haben TechnologyMountains, die Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung und die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg zum 11. Mal eine Plattform für innovative Ideen zwischen Experten aus Industrie und Wissenschaft geboten.

„Unsere Unternehmen können ihren Spitzenplatz nur halten, wenn die digitale Infrastruktur konsequent ausgebaut wird und wenn kontinuierlich neue Innovationen und Entwicklungen gerade auch von den kleineren und mittelständischen Unternehmen erarbeitet werden“, sagte IHK-Vizepräsident Dr. Steffen P. Würth vor den rund 200 Unternehmern, Entwicklungsleitern und Ingenieuren. Ziel der IHK sei es, gemeinsam mit TechnologyMountains und Hahn-Schickard die Mikro-, Medizin- und Kunststofftechnik zu vernetzen. So sollen nachhaltige Wettbewerbsvorteile für die Unternehmen erzielt werden: „Innovation ist ein Aspekt, der unglaublich wichtig ist, es ist die elementare Energiequelle.“
Das betonten unisono auch Dr. Harald Stallforth, Vorstandsvorsitzender von TechnologyMountains, und Prof. Dr. Axel Sikora, stellvertretender Institutsleiter bei Hahn-Schickard, beim Begrüßungstalk mit dem IHK-Vizepräsidenten: „Aus Netzwerken entstehen Innovationen.“
Auch die diesjährigen Aussteller des Forums hatten einiges zu bieten – vom Arbeitsplatz 4.0 über Augumented Reality Lösungen für den Maschinenbau und selbstlernende intelligente Softwarelösungen bis hin zu High-End 3D-Druck Techniken wurde den rund 200 Teilnehmern einiges geboten.
Prof. Peter Post sprach in seiner Keynote über die Zukunft der intelligenten Fabrik. Um langfristig erfolgreich zu sein, sei Nachhaltigkeit ein ganz wesentlicher Aspekt. „Clean und green sind langfristige Anforderungen (…) Die Digitalisierung ist eine Notwendigkeit, aber dieses Rad kann keiner der Akteure allein drehen“, schilderte der Wissenschaftsrat. Am Beispiel von BionicAnts, mikroelektronisch miteinander kommunizierenden Ameisen, erklärte er etwa das kooperative Verhalten nach biologischen Vorbild. Für die vier Dimensionen der Industrie 4.0 seien die sogenannte horizontale und vertikale Integration, integriertes Engineering sowie die Mensch-Orientierung maßgeblich. „Ein im Jahr 2000 geborener, der jetzt anfängt zu studieren, kann mit diesem Wissen logischerweise nicht sein ganzes Berufsleben bis 2070 überstehen“, verdeutlichte er. Dies hätten viele Unternehmen jedoch noch nicht genügend verinnerlicht, weder für ihre Mitarbeiter noch für sich selbst.
Keynotespeaker Olli Liinamaa entführte die Zuhörer mit seinem Vortrag in den Mobiltelefonie-Standard der 5. Generation (5G). Die Testnetzwerk-Einrichtungen im finnischen Oulu biete eine hochmoderne Testplattform für Forschung und Entwicklung sowie für Versuche und Demonstrationen diverser Forschungspartner. „5G kann viel mehr als nur Konsumenten-Anwendungen: Pflege, eFitness, eHealth im Krankenhaus, selbstfahrende Autos, digitale Fabriken, Medienproduktion und Vertrieb“, stellte Liinamaa einige Anwendungsfälle vor.
Bis die 5G-Technologie in Süddeutschland ankommt, rechnen die Experten des Forums allerdings noch mit einem weiten Weg. Sowohl Fragen der Sicherheit müssen Teil der Entwicklung sein als auch strenge Regeln für öffentliche Netzwerke aufgestellt werden. Vor allem aber wird es mit der Angebotsverbesserung für schwach besiedelte Landesteile noch dauern. Die meisten ländlichen Regionen in Süddeutschland steckten noch heute im 3G-Zeitalter.
„Ein flächendeckender und leistungsfähiger Mobilfunk ist für die Wirtschaftskraft des Mittelstandes unverzichtbar“, sagt Dr. Würth. Die Verantwortlichen der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg üben deshalb den Schulterschluss. Denn: „Unseren Spitzenplatz bei Innovation und Digitalisierung werden unsere Unternehmen nur halten, wenn auch die digitale Infrastruktur in der Fläche Schritt hält. Sie muss leistungsfähig und zukunftsfest sein.”

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